Im Zuhause, dem immerwährenden Land ...

... wachsen Häuser, Schlösser, Leuchttürme, Hütten, Wetter, Öfen, Kamine und sogar Gold. Auch Mären, Vergnügungen, Unerklärliches, seltene Vorkommnisse, Sinnloses. All das, was gar nicht geht, nur in dem Land, das es gar nicht gibt.

 

Es ist jetzt voller Kastanienbäume. Sie sehnten sich nach einem Zuhause, da habe ich es ihnen gegeben.

"Kastanien" ist ein schönes Wort. Es klingt wie "Spanien", nicht wahr? Nun wachsen sie, mal groß, mal klein, mal fliegen sie wie Ballons davon. Sie werden über 99 Jahre alt und bleiben immer da.

 

In jedes Bild male ich ein kleines Fenster. Im Fenster ist nicht nur das "H" von "Hilde" verborgen.
Durch dieses Fenster kann ich unser Land sehen.
Es ist entfernt und hält sich unerreichbar.
Nur für Sekunden legt es ein Bild hinter alle Pupillen,
zündet den Ofen an, und auf einmal wachsen kleine Schnörkel am Saum des Tages.

 

Dann bin ich da, ganz auf meiner Haut, und tanze der Dämmerung den Amseltanz.

Hier ein kleines Brevier ...

... aus über 200 Bildern, immer in Begleitung ihrer Geschichten

An die zehn Hummeln in der Luft

 

Zehn Hummeln sind der Anfang allen Neuen.

Warten auf die Hummeln

 

 

Aus der Welt sind sie geflogen und im Niemandsland ist noch niemand.

Taufkleid trägt der uralte Leuchtturm und Ozean schlägt vor Freude Schaum.

Die Sonne ist nur noch Geschenk. Willkommt so sehr.

Die Ankunft der ersten Hummel

 

Leuchtturm hat sie zuerst gesehen und erglüht gelbschwarz.

Dächer, Schirmchen und Kastanien neigen sich zu,

damit Hummel auf dem Zuhause landen kann.

Wo bist du nur?

 

 

Klein Fachwerk hatte ein Golddach. Es hielt sich am Finger des Leuchtturms fest

und kiebitzte in die Welt. Hier wohnten Zirkuszelt mit Schirmchen und alle Zwiebelhauben.

Vorsichtig lief der Weg zum jungen Neuankömmling und klopfte an seine Tür.

Häuser wachsen zu Schlössern heran

 

Lose umherfliegende Gelbkügelchen sind letztendlich dafür verantwortlich,

dass selbst  ärmste Kaluppen zu prächtigen Schlössern heranwachsen.

Das haben Forscher herausgefunden. Mehr nicht.


Welt rattert fern.

Leben schließt den Blick

um dich zu sehen.

Ich weiß es und schlafe jetzt.

Der Frühling findet im Regen statt.

Blütenbaumvoll weint.

Herztrauben reifen.

Zeit zum Freund geworden.

Schneeweiß war mein Herz. Gesungen rosé.

Warm in der Luft.

Kleine Ader arbeitet so hart für mein Leben.

Bienenstraße,

Lombardei, Gardenien.

Und immer wieder liebe ich dich.

Leuchtturm Ar-men ist nicht allein. Schirmchen sitzt auf der Kastanie und pfeift ein Liedchen. Das Zuhause Immerchen fährt im Sommer Schlitten.

Für den König.
Meinen Arm und meine Schulter.
Seidenblau wird der Tag und mein Lächeln gebiert mir deine Seele.
Bis morgen.

Bis morgen.

Bis morgen.

 


Ameisen und Grillen sangen glutvoll am Nachmittag.

Regennacht wacht und kommt im Rot des Weines.

Der große Gott taut sich hernieder als Kastanienstamm auf meiner Fensterbank.

So still und weihnacht.

Über Nacht wuchs ein Schloss unter vier Kastanienbäumen.

Am Sonntag kamen die Sterne vorbei, mit Marmorkuchen und kleinen Fähnchen.

Ein paar Kastanien kicherten, der russische Zwiebelturm errötete, ein Weihnachtsbaum schneite herein, und sie überlegten, wie der neue Feiertag heißen soll.

Bei allem Hin und Her, unter voller Demokratie, unter größter Schüchternheit der Sonne, und unter eifrigem Zureden der Kastanien wurde sie zur Tageskönigin gekürt. Was sein muss, das muss sein!


Eines Tages bin ich in der Kastanie und winke dir zu.

Zum Feierabend machte sie müde das Ofentürchen auf, um kräftig in das Feuer zu pusten. Funken sprühten. Da rührte sich die kleine glühende Kohle im hinteren Eck und kickelte: „Gewonnen!“

Es dauerte aber noch bis zum Morgen und die Überraschung sichtbar wurde:

Ein veritabler Sterntalertag für ein armes Dorf.

Knospendes Schloss im Frühling.

Mond, bist du wieder da?

Goldgesandte Nachricht

 

Wachsende Goldkastanien im wachsenden Park des wachsenden Schlosses.

Über allem es schneit.


Es weihnachtet immerzu ...

Weihnachtsbilder

Einsam, arm und ausgestoßen wurde ein Mensch in eisige Kälte geboren.

Wie kann es sein, dass dieses Kind Liebe, Hoffung und Würde gab?

 

Menschen haben es auf die grausamste Weise, die sie kannten, getötet.

Für Sekunden nur, Sekunden nur,

war dieses Kind ein König unter Königen,
wo es so König war.

 

Für eine Nacht,

nur eine Nacht,

war purpur,

alles purpur.

Es weihnachtet immerzu. Gar kein Aufhören will es sein. Immer. Warm.

 

Himmel, selig über uns!

Stille Zuneigung ...

... möge schneien ins neue Jahr, allüberall!

Vier Geschwister ... die Mützchen voll Schnee.

Alles so still und weihnacht.


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Hilde Zielinski

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07580 Ronneburg

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